Darkened Nocturn Slaughtercult

Darkened Nocturn Slaughtercult & Haeresis (MS Stubnitz)

Am 27.12.2025 war es endlich soweit. Darkened Nocturn Slaughtercult spielen ein Konzert im Norden. In Hamburg. Auf der MS Stubnitz. Besser geht eigentlich nicht. Vor Monaten hatte ich das Konzert beim Stöbern im Kalender der Stubnitz entdeckt und postwendend eine Karte käuflich erworben. Aufmerksam geworden bin ich auf die Band erst relativ spät, und zwar als die Sängerin Onielar bei Bethlehem einstieg, mit denen sie 2 Alben einspielte. Bethlehem fand ich schon eine geraume Zeit ob ihres ziemlich extremem Sounds sehr geil. Sie selber bezeichneten ihren Stil als Dark Metal, was grob gesagt wohl stimmen mag, ich für meinen Teil allerdings würde ihren Stil eher als schräg-depressiven Black Metal mit krankem Gesang bezeichnen. Und nachdem ich Bethlehem einmal Live vor ein paar Jahren mit Onielar am Gesang gesehen hatte, beschäftigte ich mich aufgrund ihrer Gesangsperformance auch ein wenig eingehender mit Darkened Nocturn Slaughtercult, die dann doch eher dem straighten High Speed Black Metal alter norwegischer Schule huldigen. Und da ich nun mal Fan dieser Art extremen Metals bin, hatte ich mich sehr gefreut, dass diese Band hier in Hamburg in meiner Lieblings-Location spielen werden.

Aber zurück zum Grund des Artikel. Erwartungsgemäß war das Konzert ausverkauft, da die Band ein gewisses Standing in der Szene hat und nicht wirklich oft Live in unseren Gefilden zu sehen ist. Als Vorband fungierten Haeresis aus Berlin, die, ebenfalls wie DNS mit Sängerin, athmosphärischen Post Black Metal zelebrierten. Ich kannte die Band bis dato nur vom Hörensagen und dementsprechend war ich mit dem Material nicht vertraut. Aber was ich an dem Abend hören durfte, fand ich schon spannend und heftig: High Speed Black Metal mit entsprechend extremen Gesang, den ich eher im Post Hardcore verorten würde (beim Verfassen dieser Zeilen hört sich der Autor gerade das aktuelle Album "Si Vis Pacem Para Bellum" - ich mag das aus gegebenem Anlass gerade nicht ins Deutsche übersetzen - an, welches er sehr geil findet).

Haeresis

Darkened Nocturn Slaughtercult

Dann kamen Darkened Nocturn Slaughtercult. Nach kurzem Intro knüppelte die Band los und alles nieder. Schade das ich nicht so vertraut mit ihrem Material bin, ich hatte nur 2 Songs erkannt, nämlich "Das Alle-Eine" und "Nocturnal March", aber auch so fand ich das Set einfach geil. Old School Black Metal, wie er sein sollte, aggresiv und die Geschwindigkeitsnadel meist am Anschlag. Dazu das infernalische Gekreische von Frontdame Onielar, immer wieder unterbrochen durch die typischen Uhhh und Arhhh Einwürfe der Sängerin, die mich immer irgendwie an Thomas G. Warrior und Celtic Frost erinnern. Während die Band mit dem Black Metal-typischen Corpse Paint auftrat, hatte die DNS-Chefin ihr gewohnt weißes Gewand angelegt, welches im Laufe des Abends immer mehr mit dem von ihr ausgespuckten "Blut" gefärbt wurde. Die Dame hat schon eine beeindruckende Bühnenpräsenz, dass muss ich schon sagen.

Fotografietechnisch war das, wie bei Live Konzerten üblich, natürlich wieder ziemlich schwierig. Einerseits war das Schiff ausverkauft und dadurch gestaltete es sich als kompliziert, die Perspektive auf die Bühne flexibel zu halten. Andererseits sind bei solchen Live-Gigs die Lichtverhältnisse immer nicht so ganz einfach zu handhaben. Aber damit muss man halt klarkommen und ich habe versucht das Beste draus zu machen.

Was bleibt? Die Erinnerung an einen feinen Abend mit feinstem Black Metal voll auf die Omme. Haeresis waren gut, Darkened Nocturn Slaughtercult waren in jeglicher Hinsicht extrem: extrem geil, extrem laut, extrem schnell, extrem brutal. Kurz gesagt. Extremer Black Metal, so wie er sein muss.

Scroll to top