Nach dem Octomore Special Tasting im vergangenen Jahr hatte ich auch im aktuellen Jahr die Möglichkeit, dieses Event fotografisch begleiten zu dürfen, was mich sehr freute, da ich dieses in sehr guter Erinnerung hatte. In diesem Jahr allerdings firmierte die Veranstaltung unter dem Namen Octomore Open Day, Konzept und Ablauf waren jedoch identisch mit dem vom letzten Jahr. Aus diesem Grunde erspare ich mir die Schilderung des Ablaufs und verweise auf meinen Beitrag vom letzten Jahr. Zu diesem beschaulichen letzten Sonntag im März bliebe noch anzumerken, dass an diesem Tage parallel noch ein Tasting von der Whiskyplaza im Hause stattfand, und zwar im Tasting-Room eine Etage höher. Das hieß also für das Team der Plaza rappelvolle Hütte und jede Menge zu tun. Aber wie immer hat die Mannschaft um Verena und Björn das souverän gemeistert. Respekt von mir für diese Leistung.
Um 15:00 Uhr schon wurde die Bar für die Gäste geöffnet und man konnte schon einen Starter von der speziell dafür vorbereiteten Bruichladdich-Cocktailkarte genießen. Für mich bedeutete das natürlich wieder einen Penicilin, dieses Mal jedoch mit einem Octomore statt eines Port Charlotte wie im letzten Jahr. Ich liebe diesen Cocktail einfach. Das reguläre Tasting mit dem Flying Dinner begann dann um 18:00 Uhr. Das Tasting an sich war ähnlich wie im letzten Jahr aufgebaut. Gestartet wurde mit einem Port Charlotte PMC:01 aus der Cask Exploration Series, welcher in einem Pomerol Wine Cask nachreifte. Sehr angenehmer, aber auch kräftiger Starter. Dieser erste Eindruck hatte sich aber angesichts des folgenden Lineups schnell wieder in Luft aufgelöst. Dieses stellte sich wir folgt dar:
Die absolute Octomore Vollbedienung. Da sollte kein Auge trocken bleiben bei den Fans von rauchigem Whisky. Und tatsächlich musste ich mir ein Tränchen verdrücken ... nein, war nur Spaß. Es war eine Reise durch die aktuelle Octomore-Range, die in einem sehr angenehmen Maße mit dem vorzüglichen 4-Gänge Menu harmonierte, welches zwischendurch gereicht wurde. Dabei blieb mir der Octomore 16.2 im Gedächtnis, nicht nur wegen der abgefahrenen Fassreifungshistorie, sondern vor allem wegen des vollen und komplexen Charakters im Kontext der sanft-rauchigen Note. Da konnte selbst das Single Cask von Octomore (12y alt, reines Bourbon Cask, 60,6 vol.), der als letzter Whisky des Abends gereicht wurde, nicht mithalten. Mit der Fassreifung des 16.2er muss ich mich nochmal auseinandersetzen. Das war hochinteressant, was Brand Ambassador Ewald J. Stromer uns da über die Entstehungsgeschichte erzählt hatte. Aus der Erinnerung heraus meine ich, dass Adam Hannett solch eine Vatting-Orgie schon bei dem Octomore 8.2, einer seiner ersten Octomore, veranstaltet hatte. Faszinierendes Thema, wie ich finde.
Der Vollständigkeit halber sei hier auch das köstliche 4-Gänge Menu aufgeführt, ganz einfach weil es so großartig war:
Eine Besonderheit an diesem Sonntag Abend war die Anwesenheit der gesamten Laddie-Crew in der Whiskyplaza, einem Netzwerk von 8 (mittlerweile sind es wohl 9) ausgewählten Fachhändlern in Deutschland, die nicht nur Zugriff auf alle Qualitäten der Destillerie haben, sondern die in ihren Fachgeschäften auch die regelmäßig erscheinenden, exklusiven Laddie-Crew Bottlings verkaufen. Eine schöne Idee von Bruichladdich, um den lokalen Fachhandel zu unterstützen.
Am Ende des Abends konnte ich konstatieren, dass es wieder ein rundum gelungener Abend in der Whiskyplaza war. Anders habe ich es dort aber auch noch nicht erlebt. Ein großes Dankeschön von meiner Seite geht an den wieder glänzend aufgelegten Ewald J. Stromer und an das großartige Team der Whiskyplaza um Verena und Björn. Es war mir ein Fest. Weiterhin bedanke ich mich bei Lisa Marie de Ridder und der Firma Eggers & Franke für die Möglichkeit, dieses Event fotografisch dokumentiert haben zu können.
Schlussendlich kann ich nur hoffen, dass dieses Event auch im kommenden Jahr stattfinden wird und ich wieder dabei sein darf. Ich muss sagen, ich könnte mich daran gewöhnen.
