beeindruckende Felsenküste der Isle of Hoy

Schottland 2026, vom Süden in den Norden – Part 4 – Finale auf Orkney

An jenem Tage, wir schrieben den 12.05.2026, sollte nun also unsere Anwesenheit auf Orkney Premiere feiern. Ich war sehr gespannt darauf, was diese Inselgruppe im Norden Schottlands mit mir tut, insbesondere die Landschaft, von der ich schon so viel hörte und las.

Am Morgen besagten Tages stellten wir unseren fahrbaren Untersatz am Fährhafen in Scrabster ab und mussten dann einige Hundert Meter mit unserem Gepäck zur Fähre laufen. Der Hintergrund war, dass wir auf Orkney von Chris abgeholt und zu unserer Unterkunft, die er nebenbei auch für uns geordert hatte, gefahren wurden. Die Überfahrt war hier schon ein wenig anders als die gewohnten Fahrten rund um Islay. Nicht nur das Fährunternehmen, hier NorthLink mit dem prägnanten Wikingerkopf am Rumpf anstelle von Caledonian MacBraine an der Westküste Schottlands, sondern auch und vor allem das Wetter auf der Überfahrt war schon ein wenig anders. Nicht nur ich bin beim Gang auf's Oberdeck öfters mal in die Knie gegangen oder ein paar Meter nach links oder rechts getorkelt. An einigen Stellen der Überfahrt ging da ganz schön die Lucie ab. Ich fand's spannend, andere offensichtlich eher nicht so.

Angekommen in Stromness erwartete uns schon Chris Rickert mit seinem Orkney360°-Mobil. Chris organisiert mit seinem Partner Stephan die bekannte Spirituosen-Messe Hanse Spirit, die bei mir quasi vor der Haustüre in den Hamburger Messehallen stattfindet. Die Beiden haben sich vor einigen Jahren ihren großen Traum erfüllt und sind nach Schottland auf die Orkney's ausgewandert und betreiben dort nahe Stromness mittlerweile ihr eigenes kleines BnB namens Orkney Bed & Breakfast. Zudem arbeitet Chris noch als Tour Guide mit eigenem Tour Van und bietet Besuchern fachkundige und interessante Touren auf den Orkney-Inseln an. Wer die Orkney's besucht, sollte sich der Dienste von orkney360°, so der Name des kleinen Unternehmens, versichern. Wir haben das während unseres gesamten Aufenthalts auf den Inseln getan und es keinen Augenblick bereut. Er hat uns bei unserem zweitägigen Aufenthalt zu den 4 Brennereien von Orkney geführt und diverse Sehenswürdigkeiten und Shopping-Möglichkeiten auf der Hauptinsel nahe gebracht und konnte uns quasi zu jedem Schaf, und derer gibt es ja bekanntlich unzählige auf Orkney, eine Anekdote zum Besten geben, und das sehr empathisch und unprätentiös, was ihn ja schon zu seinen Zeiten als Ambassador der SMWS auszeichnete.

Aber zurück zu unserem Aufenthalt auf Orkney, wir hatten dort ja ein ziemlich straffes Programm zu absolvieren. Der Ankunftstag stand ganz im Zeichen der jungen, neuen Brennereien. Zunächst steuerten wir die The Orkney Distillery an, die doch ziemlich zentral in Kirkwall, dem Hauptort von Orkney gelegen ist. Von außen nicht unbedingt als Whisky Brennerei identifizierbar, stellte sie sich uns im Inneren als interessante kleine Distillery dar. Der Chef Tony Reeman-Clark war heute vor Ort und führte uns durch die kleine Brennerei. Zum Abschluß durften wir im Warehouse ein paar Fassproben verkosten, die verdammt lecker waren. Besonderheit ist bei der Orkney Distillerie, dass hier keine Ex-Bourbon Fässer zur Reifung verwendet werden. Es kommen also nur verschiedene Virgin Oak- sowie PX- und Oloroso Casks zum Einsatz. Zum Abschluß sei noch erwähnt, dass Shop, Café und Bar ein und dasselbe und äußerst geschmackvoll eingerichtet sind. Hat mir sehr gut gefallen und dementsprechend bin ich auf die ersten Abfüllungen gespannt.

Danach ging es auch gleich weiter zur nächsten Brennerei, und zwar zur Deerness Distillery, die wie weiter oben erwähnt ebenfalls noch sehr jung ist. Auch hier wurden wir in den Räumlichkeiten herumgeführt, und zwar durch den Master Distiller und den Commercial Director. Nach der kleinen Tour duften wir noch in's Warehouse schauen, allerdings ohne eine Fassprobe. Insgesamt waren die Leute hier in der Deerness Distillery deutlich distanzierter als bei der Orkney Distillery, wo es wesentlich nahbarer und symphatischer zuging. Nichtsdestotrotz eine interessante Brennerei. Mal schauen, was da wann auf den Markt kommt.

Kirkwall und die nähere Umgebung unserer Gastgeber

An Abend dann waren wir, also unsere Gastgeber Chris und Stephan sowie Michael, Peter und meine Wenigkeit noch mit Andreas und seinem Bruder Christof im Merkister Hotel am Loch of Harray zum Abendessen verabredet, welches ganz fantastisch war. Meine Empfehlung. Übrigens hatten wir die Beiden durch Zufall vormittags in der Orkney Distillery getroffen, wo sie eben mal in den Brennerei Shop rein marschierten. Allerdings hatten wir uns schon planmäßig zu Beginn unserer Reise in Glasgow im Pot Still getroffen und grundsätzlich für Orkney verabredet. Damit ging dann auch ein langer und intensiver erster Tag auf Orkney zu Ende.

Der nächste Tag dann war den beiden großen Brennereien der Inselgruppe vorbehalten: Highland Park und Scapa. Chris lieferte uns vor der Highland Park Distillery ab, machte ein paar Besorgungen und genehmigte sich einen Kaffee (denke ich mal), während wir eine Standard Tour bei HP absolvierten, welche nach Schema F relativ emotionslos durchgezogen wurde. Allerdings ist die Brennerei als solches ein Kleinod und auch nach der umfangreichen Sanierung atmet hier noch jeder Stein Geschichte. Alles in allem eine durchwachsene Geschichte also.

Danach hatten wir die lütte Italian Chapel besucht und einen kurzen Abstecher in den J Gow Rum Spirit Store gemacht. Beide erreicht man über die Churchill Barriers im Südosten der Hauptinsel, Steindämme, die im 2. Weltkrieg errichtet wurden, um u.a. die britische Flotte vor deutschen U-Booten zu schützen. Fand ich interessant, davon hatte ich im Vorfeld noch nie gehört. Aber wie auch, hatte ich doch mit den Orkneys in der Vergangenheit noch keinerlei Berührungspunkte. Eine kleine Stärkung genehmigten wir uns dann im Barrier View Café in Form von Kaffee und Kuchen, nachdem wir am Holm Heritage Centre & Churchill Barrier Exhibition Centre vor verschlossenen Türen standen. Hier hätte tatsächlich ich mehr über die gerade erwähnten Churchill Barriers erfahren können, aber es sollte wohl nicht sein. Stattdessen sahen wir uns auf dem dazugehörenden Friedhof um und machten die unangenehm nervige Bekanntschaft eines kleinen Plagegeists, der St. Mark's Fly. Eigentlich ein harmloses Insekt und einzeln auch gar kein Problem, aber in Massen wie hier auf dem Friedhof und später im Barrier View Café wird das doch zu einer richtig gehenden Plage. Die Dichte der kleinen Biester ist ein wenig unheimlich und auch gut anhand der Fotos zu erkennen, aber zu unserem Glück kamen sie nur örtlich begrenzt vor.

Danach ging's dann auch flugs zur nächsten Brennerei, schließlich waren wir ja nicht zum Spaß auf Orkney. Der aufmerksame Leser wird wissen, um welche Distillerie es sich handelt. Allzuviele bleiben ja auch nicht mehr über. Klar, es handelt sich hierbei um die Scapa Distillery, südlich von Kirkwall gelegen am Scapa Flow. Eine Brennerei, die sich in den letzten ca. 10 Jahren auf dem Markt ziemlich rar gemacht hatte. Erst vor ungefähr 2 Jahren sind sie wieder mit nennenswerten Abfüllungen in Form einer neuen Core Range auf den Plan getreten. Chris begleitete uns in's Visitor Centre der Brennerei, wo die Tour mit anschließendem Tasting starten sollte. Er hatte mal eine zeitlang als Guide in der Distillery gearbeitet und so wurde er natürlich von seinen Ex-Kollegen entsprechend begrüßt.

Nach interessantem Rundgang durch die im Jahre 1885 gegründete Distillery stand abschließend noch das Tasting auf dem Programm, auf dass wir alle drei schon sehr gespannt waren. Warum? Ganz einfach, der Tasting Room wurde in den letzten Jahren von grundauf neu aufgebaut und die Fotos, die ich im Netz gesehen hatte, ließ meine Erwartungen nach oben schnellen. Diese wurden allerdings beim Betreten des Raums noch übertroffen. Ich glaube, dass ich nicht übertreibe, wenn ich sage, dass der Tasting Room bei Scapa der schönste ist, den ich bis dato betreten durfte. Betritt man den Raum, eröffnet sich ein grandioser Blick durch die große Fensterfront auf die Scapa Bucht. Der Raum selber hat die ovale Form eines Bootes, was sich durch die Form des Daches manifestierte. Dieses ist aus Holz und sah aus, als wenn ein Boot kopfüber auf das Gebäude drüber gestülpt worden wäre. Zentral ein riesengroßer massiver Tasting-Tisch und ringsherum an den Wänden edle Holzschränke und -regale sowie das Interieur, welches u.a. aus einer historischen Taucherausrüstung, alten Funkgeräten und Fotos besteht. Dann das Tasting-Gedeck, was vor jedem Teilnehmer aufgebaut ist. Eine Holzbox, in der sich die fünf zu verkostenden Drams befinden, im Deckel die Orkney-Flagge, die unweigerlich an die norwegische mit anderen Farben erinnert, stellte die Krönung dar. Alles sehr edel und stilvoll. Hier wurde geklotzt und nicht gekleckert, das muss ich schon sagen.

Schade nur, dass ich den Abfüllungen von Scapa nicht wirklich etwas abgewinnen kann. Mit irgendeiner Note in den Scapa-Whiskies habe ich meine Probleme. Ich kann es nur nicht greifen und näher beschreiben. Schade, aber nicht zu ändern. Trotzdem würde ich, wenn ich wieder mal auf den Orkneys sein sollte, wieder bei einem Tasting von Scapa dabei sein, schon wegen des unglaublich schönen Tasting Rooms.

Nach dem Tasting gingen wir noch nach draußen, wo ein Mähroboter einsam seine Runden drehte, auf dass das Gras immer schön grün und saftig aussieht. Ein schöner Kontrast zum schneeweißen Warehouse mit dem Scapa-Schriftzug und dem türkisfarbenen Wasser der Scapa Bucht.

Nachdem Chris uns bei Scapa wieder aufgesammelt hatte, stand noch eine kleine Geschichtsstunde auf der Agenda. Chris zeigte uns den Ring of Brodgar und die Stones of Stenness und erzählte uns allerlei Wissenswertes über die beiden Steinkreise. Sehr interessant. Später dann hatten wir noch ein Abendessen in Kirkwall, zu dem wir Chris und Stephan eingeladen hatten, quasi als Dankeschön für die Gastfreundschaft, die Touren und überhaupt. Wir kennen die Beiden nun auch schon viele Jahre. Den Abend beschlossen wir dann bei Chris und Stefan, wobei die Beiden noch einen alten 25 Jahre alten Highland Park (1975 destilliert !) öffneten. Ein Whisky aus einer anderen Zeit also, und ein absoluter Hochgenuß. Da will ich mich auch nochmals hier an dieser Stelle für bedanken.

Damit war dann aber auch leider unsere Zeit auf Orkney schon wieder vorbei, da uns am nächsten Morgen die Fähre wieder zurück auf das Festland nach Scrabster bringen sollte. Wir hatten die Zeit hier auf Orkney genossen, nicht zuletzt wegen der Betreuung von Chris und Stephan. Auch dafür nochmal ein dickes Dankeschön.

Die Fahrt von Stromness nach Scrabster verlief dann eher ruhig, abgesehen von einem etwas stürmischen Start kurz nach Verlassen der Hafenbucht bei Stromness. Hier schlingerte die Fähre so stark, dass ich beim gehen ein zwei Meter nach links oder rechts ausscherte und ein- zweimal in die Knie ging und nicht wieder hochkam, bis wir aus dem Wellental wieder heraus waren. Das hatte ich so auch noch nie erlebt und fand es spannend und auch irgendwie belustigend. Und irgendwann dann stellten wir fest, dass in dem Bereich, wo wir gesessen hatten, jemand seinen Mageninhalt auf dem Teppich hinterlassen hatte, was von der Crew erst nach einiger Zeit bemerkt und dann auch bereinigt wurde. Muss wohl auf der Hinfahrt nach Stromness passiert sein. Aber ich war eh die meiste Zeit auf dem Schiff unterwegs, um Fotos zu schießen. Das Wetter, starke Winde sowie abwechselnd Sonne und Wolken, war prädestiniert um feine Fotos zu machen, was ich denn auch inflationär tat. Gerade als wir längs der Insel Hoy vorbei schipperten, wurde der Sensor meiner Kamera arg gestresst. Zu geil war die steile Felsenküste auf Hoy, mit der Krönung des Old Man of Hoy, eine senkrecht aus dem Boden ragende Felsnadel. Irgendwie hab ich den Old Man bei mir als großen Bruder von der Langen Anna auf Helgoland abgespeichert, was wohl naheliegend ist, zumindest für mich.

Zurück auf dem schottischen Festland hatten wir noch einen Termin bei der North Point Distillery. Vor der Fahrt nach Orkney hatten wir die Distillery schon kurz angesteuert, jedoch keine Führung bekommen, also erledigten wir das auf der Rückfahrt. Allerdings klinkte ich mich dabei aus; ich fand es wesentlich spannender, an der stürmischen Küste entlang zu marschieren und die rauhe See mit der Brandung und die Ausblicke zu genießen. Und ich wollte eigentlich noch ein paar Fotos vom nicht weit entfernten Atomkraftwerk Dounreay machen, hatte aber wohl die Entfernung zu jenem gewaltig unter- bzw. die Größe meines Zeitfensters überschätzt.

Bevor wir dann endgültig die Nordküste von Schottland Richtung Inverness verließen, hatte Peter noch eine Führung bei der ebenfalls neuen Brennerei Stannergill gebucht, die ein wenig östlich von Thurso beheimatet ist. Sie befindet sich noch in Bau, trotzdem wurden wir freundlicherweise durch die noch an eine Baustelle erinnernde Distillery geführt. Von außen und teilweise von innen wirkt sie jetzt schon sehr gediegen und wenn dann alles fertig ist, könnte ich mir vorstellen, dass diese kleine Brennerei ein Besuchermagnet wird, vorausgesetzt die Qualität der zu brennenden Destillate stimmt, wobei ich denke, dass man sich hier keine großen Gedanken zu machen braucht.

Bei mir machte sich dann so langsam aber sicher eine leichte Traurigkeit breit, was der Tatsache geschuldet war, dass wir uns dem Ende unserer kleinen Schottland-Rundreise näherten. Noch je eine Nacht in Inverness und Glasgow lagen vor uns, ein weiterer Distillery-Besuch jedoch nicht. In Inverness angekommen, schauten wir uns noch im Victorian Market um, nahmen eine Kleinigkeit zu uns und gingen hernach in die ziemlich bekannte Malt Room Bar und genehmigten uns noch einige feine Drams.

Am nächsten Tag dann ging es Richtung Glasgow, jedoch nicht auf den Hauptstraßen, sondern auf den sogenannten Snow Roads. Wie der Name schon sagt, ist das Gebiet im Winter wohl schneesicher, wovon auch die links und rechts der Straße im Boden steckenden Markierungsstangen zeugten. Bei Royal Lochnagar machten wir noch einen kurzen Halt und stärkten uns mit Kaffee und Gebäck. Im weiteren Verlauf der Fahrt hielten wir noch kurz in Perth und schlenderten ein wenig durch die Innenstadt, die mir jedoch ziemlich trostlos erschien. Also stiegen wir schnell wieder in's Auto und fuhren weiter straight gen Glasgow.

Dort machten wir denselben Hotel wie bei Start unserer Reise die Aufwartung und verbrachten in deren Gemächern die letzte Nacht unserer Reise, allerdings nicht ohne der Scotch Malt Whisky Society in der Bath Street einen Besuch abzustatten. Ich hatte mich schon sehr auf diesen Besuch gefreut, weil ich viel Positives über diese "Zweigniederlassung" der SMWS gehört und gelesen hatte. Vorher jedoch stromerten wir drei unabhängig voneinander noch ein wenig durch die City von Glasgow, um die Zeit bis zur Öffnung des Members Room zu überbrücken. Ich hatte mich ein wenig im Bereich des Bahnhofs Queen Street umgeschaut, den ich schon von einem Besuch vor Jahren kannte. Viel geändert hat sich hier nicht, vieles ist immer noch so verfallen und herunterkommen wie damals, allerdings sieht man auch hie und da neues entstehen. Aber gerade diese Gegensätze von Verfall und Dreck in den Seitengassen und Glanz in den Geschäften der Hauptstraßen machen für mich den teilweise doch ein wenig morbiden Charme dieser schottischen Metropole aus, der so viel anders rüberkommt als der der schottischen Hauptstadt Edinburgh.

Aber zurück zur SMWS in der Bath Street. Geht man besagte Straße entlang, würde man die Venue wohl kaum erkennen und einfach daran vorbei laufen. Aber Laufkundschaft dürfte eh nicht das primäre Zielpublikum für die SMWS sein, bilde ich mir zumindest ein. Sucht man jedoch nach genau dieser Adresse und dem SMWS-Logo, wird man schnell fündig. Für mich unerwartet war dann hingegen, dass die Location im Keller eines Wohn- und Geschäftshauses liegt. Egal, als ich dann dort in der 40 Bath Street ankam, war Michael schon vor Ort und hatte an dem von uns schon im Vorfeld reservierten Tisch Platz genommen und einen Begrüßungsdram vor sich. Ich war dann erstmal baff und beeindruckt ob der geschmackvollen Einrichtung der Räumlichkeit, trotzdem ich schon einige Fotos gesehen hatte. Live und in Farbe ist dann aber doch noch mal was anderes. Sehr elegant und ästhetisch anspruchsvoll präsentierten sich mir die Räumlichkeiten, gerade der Barbereich mit ganzen Flaschen der SMWS ist ein Eyecatcher. Ich musste dann auch erstmal eine Runde fotografieren. Wir nahmen dann ein feines Abendessen ein und ließen den letzten Abend leicht wehmütig bei ein paar SMWS-Drams ausklingen.

Diese fast 2 Wochen andauernde Reise durch Schottland hat sich mir tief eingeprägt, entsprechend lange habe ich auch mit der Verarbeitung, sprich dem Verfassen der Blogbeiträge, gebraucht. Endlich hatte ich es mal ganz hoch in den Norden auf die Orkneys geschafft. Und gerade der nördliche Teil Schottlands stellt sich mir ein wenig anders dar als der Rest des Landes. Die Architektur empfinde ich dort als etwas anders. Eher nüchtern und nicht mehr so gälisch. Und die Natur habe ich dort oben noch mal eine Ecke urtümlicher und rauher empfunden als im südlichen Teil des Landes.

Nun bin ich mittlerweile doch schon an vielen Ecken in Schottland gewesen, allerdings hat es für die Speyside noch nicht gereicht, obwohl wir dieses Mal immerhin schon mal verdammt nahe daran vorbei geschrammt sind. Aber was nicht ist, kann (soll) ja noch werden. Knapp 2 Wochen Schottland, angefangen bei Campbeltown, über Islay, Oban, Dornoch und Orkney, um dann wieder über Invernness an unseren Startpunkt Glasgow zu gelangen. Jede Menge Brennereien, viele, viele Kilometer, jede Menge tolle Leute und nicht zuletzt unglaublich schöne Landschaften. Was will man mehr...

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